Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Menschenbilder

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Traum-Reisen". Träume begleiten die Menschen, meint der katholische Theologe und Priester Johann Pock, Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien So viele geplante Traumreisen können in diesem Sommer nicht stattfinden. Träume von fernen Ländern und Menschen, die zumindest vorläufig unerfüllt bleiben. Doch Träume begleiten die Menschen, meint der katholische Theologe und Priester Johann Pock, Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. Träume spielen schon in der Bibel eine wichtige Rolle und sie ranken sich besonders um die wichtigen Ereignisse im Leben: Von der Traumhochzeit bis zum Traumhaus. "Für mich war es ein Traum, in Rom zu studieren, im Zentrum der römisch-katholischen Welt", erzählt Pock in seinen "Gedanken für den Tag" rund um das Fest Peter und Paul (29.6.), an dem traditionellerweise in der katholischen Kirche Priesterweihen stattfinden. Sieben Pilgerkirchen findet man in Rom - darunter St. Peter und St. Paul. St. Paul liegt vor den alten Stadtmauern: Hier finden sich als Reliquien die Köpfe der beiden großen Apostel nebeneinander, friedlich vereint. Doch so friedlich war das Verhältnis nicht: Petrus war einer der ersten Begleiter Jesu - und jüdisch geprägt. Erst durch einen Traum lernte er, dass nicht nur Juden, sondern auch die Heiden getauft werden konnten. Und auch Paulus hatte Visionen. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Tempo rubato. Tempo rubato, das geraubte Zeitmaß bedeutet laut Arrey von Dommer: "Verzögerungen und Beschleunigungen einzelner Noten oder ganzer Partien im Takt und Tempo, wobei also entweder den Noten etwas von ihrem eigentlichen Zeitwerte geraubt, oder eine Bewegung, welche eigentlich einem anderen Tempo entwendet ist, angebracht wird" (Musikalisches Lexicon, 1865). Die Schule des Rubato-Spiels ist intuitiv, und wird von Musikerinnen und Musikern mittels Aneignung durch Nachahmung gelernt. So wesentlich diese Technik der "geraubten Zeit" für die klassische Musik auch ist, selten rückt sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Waldökologe Klaus Katzensteiner spricht über die Dynamik im Bereich der alpinen Waldgrenze. Teil 4: Unterschiedliche Verbreitungsstrategien Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Gipfel der Alpen reichen in vielen Bereichen über die natürliche Waldgrenze hinaus. Wo diese genau liegt, ist nicht immer leicht festzustellen, denn der Mensch hat viele Hochlagen gerodet, um Weideland zu gewinnen. Die Höhe der natürlichen Waldgrenze hängt von den jeweiligen klimatischen Bedingungen ab. Generell kann man sagen, dass sie im Inneren der Alpen höher liegt als am Alpenrand oder an isolierten Bergspitzen. Selbst oberhalb der Waldgrenze findet man vielfach noch einzelnen Bäume oder kleine Baumgruppen. Wo sie aufhören, spricht man von der Baumgrenze. Sowohl Wald- wie auch Baumgrenze sind in den letzten Jahrzehnten in Bewegung gekommen. Einerseits nimmt die landwirtschaftliche Nutzung der Hochlagen immer weiter ab. Wo einst Almflächen und Bergmähder freigehalten wurden, kehrt heute der Wald zurück. Anderseits führt der Temperaturanstieg dazu, dass sich die Vegetationszonen verschieben, und damit auch die Bäume höher "steigen" - zumindest solange es genügend Niederschläge gibt. Die höhere Waldgrenze wird in den nächsten Jahrzehnten auch zu markanten Veränderungen des Landschaftsbilds führen. Manche Grasberge, die heute gute Aussichten bieten, werden in Zukunft vielleicht gänzlich bewaldet sein.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Weltbaustein CO2

Ein global gut gemischtes Gas auf dem Prüfstand (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Es war einmal ein Planet ohne Lebewesen. Zuerst war er ein wahrer Hexenkessel aus verschiedenen Gasen, die sich mischten und um eine Achse drehten. Es war unvorstellbar heiß. Die Schwerkraft kam ins Spiel, die Gase verdichteten sich, ein fester Körper entstand. Schließlich bildete sich die Atmosphäre. Es begann zu regnen. Aus dem Gasgemisch in der Atmosphäre verband sich Wasserstoff mit Sauerstoff, fiel als Tropfen auf die glühende Oberfläche des Balls, verdunstete sofort und stieg als Dampf wieder auf. So ging das Millionen von Jahre, bis die Glut abgekühlt war und die Weltmeere entstanden. Die Kontinente wurden geboren und Kohlenstoff, der Grundbaustein für alles auf der Welt, formte sich zu Baumriesen, aber auch zu Gebirgen. Die Bäume trugen dazu bei, dass das Weltklima abkühlte, denn bei der Photosynthese wird das klimaerwärmende Gas CO2 - zwei Moleküle Sauerstoff und ein Molekül Kohlenstoff - aus der Luft gefiltert. Der Kohlenstoff wandert in den Baum, der Sauerstoff wird freigesetzt. Riesige Wälder entstanden, die Milliarden Tonnen CO2 banden. In den Weltmeeren lebten Millionen Tonnen Algen. Diese Wasserpflanzen tun dasselbe wie Bäume und andere grüne Pflanzen: sie wandeln mittels Photosynthese Kohlendioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff um. Wenn ihr Lebenszyklus beendet ist, sinken sie auf den Meeresgrund. Dort mischten sich in der Frühzeit der Erde Millionen Tonnen organisches, kohlenstoffreiches Material mit Sedimenten. Unter hohem Druck entstanden in einem langen Prozess riesige Erdölreservoirs. Erdgas, das oft an denselben Fundstätten wie Erdöl lagert, entsteht auf ähnliche Weise: organisches Material, große Tiefe, Druck und Hitze sind daran beteiligt. Der Kohlenstoff in den Baumriesen der Erd-Urzeit hingegen verwandelte sich in Kohle. Gemeinsam ist den drei Substanzen: Werden sie verbrannt, wird Kohlenstoff freigesetzt. Er verbindet sich mit Sauerstoff und das Treibhausgas CO2 entsteht. Kein Wunder, dass es auf der Welt heißer wird, denn vereinfacht gesagt passiert nun alles rückwärts. Wir setzen frei, was einst frei war. Und jetzt kommt's: Die Summe aller Energien bleibt gleich. Wenn wir so weitermachen, wird das frei gesetzte CO2 unsere Erde möglicherweise wieder in einen glühenden Ball verwandeln. Doch was genau ist CO2? Wie entsteht es? Wie vergeht es? Warum verwandeln sich 500 Tonnen Treibstoff in 1000 Tonnen CO2? Warum ist das schädliche Klima-Gas so haltbar?

09.30 Uhr
Radiokolleg - 30 Jahre Gender Trouble

Wie Judith Butler die queer Theory erfand (4). Gestaltung: Irmgard Wutscher Dieses Jahr wird eines der einflussreichsten philosophischen Werke dreißig Jahre alt: "Gender Trouble" erschienen 1990 auf Englisch, 1991 unter dem Titel "Das Unbehagen der Geschlechter" auf Deutsch machte Judith Butler zu einer der bekanntesten Philosoph/innen überhaupt. Sie genießt Popstar-Status und auf den Universitäten gab es seit den 1990er Jahren einen regelrechten Butler-Hype. Die Einsicht zu "Gender Trouble" soll der jungen Judith Butler beim Besuch einer Travestie-Show gekommen sein, wo sie feststellen musste, dass diese Männer* Weiblichkeit wesentlich überzeugender darstellten, als sie es je können würde. Aus diesem Gendanken heraus, so die Legende, entwickelte Butler ihre Ideen zur Dekonstruktion von Gender. Ausgehend von Simone de Beauvoirs Aussage "Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht" postuliert Butler, dass Geschlecht keine natürliche oder ontologische Tatsache ist, sondern durch Handlungen hergestellt werden muss - doing gender. Frau-Sein oder Mann-Sein sind sehr instabile Angelegenheiten, es gibt z.b. widersprüchliche Anforderungen was Mann-Sein in welchem Kontext bedeutet, deswegen muss die Verwirklichung von Männlichkeit scheitern beziehungsweise permanent aufs Neue performativ hergestellt werden. Das bezieht Butler nicht nur auf das soziale Geschlecht - gender - sondern auch auf das biologische Geschlecht - sex. Auch der Geschlechtskörper existiert laut Butler nicht als natürliche Tatsache außerhalb einer sprachlichen Realität. So abstrakt diese Gedanken aber erst einmal sind, so praktisch haben sie sich in den letzten dreißig Jahren auf unser Leben ausgewirkt: Etwa bei der Gender Medizin, wo erkannt wurde, dass Medikamente sich auf Frauenkörper anders auswirken als auf Männerkörper. Oder die (stärkere) öffentliche Wahrnehmung von Transgender-Rechten und Intersex-Personen, was unter anderem zu einer dritten Geschlechtsoption im Pass geführt hat und auf Facebook zu der Tatsache, dass mensch zwischen 58 Option auswählen kann, das eigene Gender zu benennen. Gerade die Dekonstruktion der Kategorien "Frau" und "Mann" ist es aber auch, die Butler zu einer der prominentesten Reibefiguren gemacht hat - in den unterschiedlichsten Kontexten. Zum einen stellt Butler eine der zentralen Kategorien der feministischen Wissenschaft "die Frau" infrage, was auch ein Problem für politische Forderungen des Feminismus darstellt. Auf der anderen Seite ist Gender vor allem für die rechtspopulistische Welt ein rotes Tuch, für Politiker wie Orban über Bolsonaro bis zur FPÖ. Was kann man also sagen über ein hochphilosophisches Werk, das wahrscheinlich die wenigsten gelesen haben und zu dem trotzdem jede*r eine Meinung hat? Irmgard Wutscher arbeitet Gender Trouble noch einmal auf und fragt sich, welche Veränderungen es in den letzten dreißig Jahren ausgelöst hat.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Die Insel der Klänge

Eine musikalische Reise durch Sardinien (4). Gestaltung: Verena Gruber Wer nach Sardinien reist, findet nicht nur ein Badeparadies. Die Insel ist auch ein Paradies der musikalischen Sprachen, die alle einen Ursprung haben: Die Musik entspringt der Natur, die in Sardinien gleichermaßen schroff und karg, wild und windig, exotisch und still ist. Vom archaischen Gesang des Canto a Tenore über die Schilfrohrpfeife, die Launeddas, von den traditionellen ethnischen Klängen hin zu den Jazzfestivals - die Spuren gehen zurück zu den Anfängen. Die Launedda wurde bereits vor 3.000 Jahren in Sardinien nachgewiesen. Sie soll bereits in der jahrtausendalten Nuraghenkultur eine Rolle gespielt haben. Der Canto a Tenore, der mehrstimmigen a capella Männergesang, ist eine der ältesten Gesangsformen Europas und gehört zum immateriellen Weltkulturerbe. An deren Anfang stehen die Schafhirten auf den einsamen Weiden in den Bergen Sardiniens standen. Heute wird in Sardinien bei Volksfesten und Prozessionen, auf Dorfplätzen und in Vereinen, immer noch die alte Tradition gepflegt. In den Musikschulen und Konservatorien, in Konzerthäusern und in den Clubs der Insel wird experimentiert und viele sardische Musiker*innen touren heute erfolgreich durch Europa. Das Vokalquartett "Tenores di Bitti" arbeitete mit Lester Bowie oder Ornette Coleman zusammen und trägt den sardischen Männergesang in die Welt. Belgische Musiker vom Ensemble Graindelavoix und italienische Sänger treffen aufeinander. Paolo Fresu, Gavino Murgia oder Enzo Favata vereinen in ihrer Musik den zeitgenössischen Jazz, mit Folklore, Minimalismus, Avantgarde und Soundscapes. Elena Ledda, eine der führenden Sängerinnen der Insel, ist ausgebildete Opernsängerin und sammelt seit Jahren die alten Gesänge ihrer Heimat und kreiert damit neue freie Musikformen. Die sardische Sängerin Franca Masu, eine weitere Grande Dame des Mittelmeeres, lässt in ihre Lieder die Lebensfreude des Jazz, die Saudade des Fados und die Leidenschaft des Tangos fließen. Eine Radiokollegreihe von Verena Gruber ist eine Reise durch die spannenden und geheimnisvollen Klangwelten Sardiniens. Fernweh garantiert!

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Hans Georg Nicklaus Klassikfans und ihre Meinungen im WWW Ein Blick in Online-Klassikportale und Social-Media-Plattformen, in denen eifrig über Musik, Aufnahmen und Interpretation diskutiert wird. Die Corona-Krise hat zudem etliche Orchester und Ensembles zu neuen Konzertformaten im Internet gezwungen. Aber auch unabhängig von Corona begeben sich etliche Orchester seit einiger Zeit - manche zögerlich, manche sehr aktiv - auf das Feld der Social Media und kommunizieren mit ihren Fans. Teilweise heftige Diskussionen um Aufnahmen, ?richtige' und ?falsche' Interpretationen finden sich in "Fachportalen" zu bestimmten Musikgenres oder auf YouTube. Ausgewählt wirft einen Blick in die Web-Diskussionen und nimmt akustische Kostproben.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

?Killer?s Job? von Tamta Melaschwili. Aus dem Georgischen von Irma Schiolaschwili und Susanne Schmidt. Es liest Chris Pichler. "Ich bin Killer von Beruf. Ich weiß nicht, wie viele ich schon in die ewigen Jagdgründe geschickte habe; ich habe sie nie gezählt." Der Klient ist überrascht: sein Gegenüber, mit dem er in jenem Café die ersten Worte wechselt, ist eine ganz normal wirkende unauffällige junge Frau. Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Klarinettist Martin Fröst und das Concerto Köln. Schade eigentlich, dass es die Klarinette zu Antonio Vivaldis Zeiten noch nicht gab. Dem schwedischen Virtuosen Martin Fröst bedeutet die Musik des "roten Priesters" aber so viel, dass er aus der Not eine Tugend gemacht hat. Auf seinem neuen Album lässt er die Klarinette einfach "singen" - wortwörtlich mit Arien-Arrangements aus Opern und Oratorien von Antonio Vivaldi. Unterstützt von den Barockspezialisten des Concerto Köln verbinden sich dabei spielerisch Alt und Neu. Faszinierend verschmilzt die moderne Klarinette mit den historischen Instrumenten, nahtlos fügt sie sich in die Gesangslinien ein. Martin Fröst lässt sein Instrument tanzen, verführen, leiden, lieben, sodass man sich fragt: Wozu braucht eine Arie überhaupt noch einen Text?! BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Unverwelkliches Faszinosum Carlos Kleiber Seine Imitatoren am Dirigentenpult sind bereits ergraut und werden müde, doch der Nachruhm Carlos Kleibers lebt. Eine geradezu rattenfängerisch alle in Bann ziehende Erscheinung war dieser vor 90 Jahren geborene exzeptionelle Musiker, scheinbar dazu geschaffen, vor dem Orchester mithilfe ausgefeilter Gestensprache selbst zu Musik zu werden. In die 1970er und 80er Jahre fällt Carlos Kleibers Hoch-Zeit, in schmalem und mit den Jahren immer schmaler werdendem Repertoire; jeder Auftritt grundsätzlich eine Sensation, die Platteneinspielungen legendenumweht. "Seine" Werke im Theater, "Der Rosenkavalier", "Tristan und Isolde", "La traviata", "Otello", "La Bohème" und "Carmen", auch "Elektra", "Wozzeck", dazu "Die Fledermaus" und im Studio "Der Freischütz", sind mindestens akustisch reichlich dokumentiert, biografische Literatur erschließt die komplexe, ja problematische Persönlichkeit eines Interpreten, dessen man sich nirgendwo sicher sein konnte, und dem die Welt gerade deshalb zu Füßen lag.

15.30 Uhr
Moment

Der Goldfisch. Ein beliebter und gefräßiger Zierfisch im Porträt Seit mehr als eintausend Jahren erfreut sich der Mensch am Aussehen des orange-goldenen Fisches. Der Goldfisch war der erste Fisch, der rein zur Zierde gezüchtet wurde und ist heute wahrscheinlich der beliebteste Zierfisch der Welt. Gehalten wird er in Gartenteichen und Aquarien, das berühmte Kugelglas hat längst ausgedient, es ist zu eng. In der freien Wildbahn allerdings stellt der Fisch aus der Familie der Karpfen eine Gefahr dar: er frisst Kaulquappen und Amphibieneier und stört so heimische Ökosysteme massiv. Über einen schönen - aber keineswegs harmlosen - Zierfisch. Gestaltung: Johanna Steiner Was macht eigentlich... das IIASA - das "International Institute for Applied Systems Analysis" - in Laxenburg Gestaltung: Lothar Bodingbauer

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Das Ö1 Kinderjournal Was gibt es diese Woche Neues aus Österreich, Europa und der Welt? Moritz und Magdi fragen in der Ö1-Journalredaktion nach.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Leben retten ist einfach Isabelle Engels Stell dir folgende Situation vor: ein Mensch bricht plötzlich zusammen und bleibt reglos liegen. Du kommst gerade vorbei. Was tun? Das Wichtigste ist, dass du etwas tust. Du musst keine Angst haben, dass du "falsch hilfst". Das Schlechteste wäre nämlich, nichts zu tun. Ein bewusstloser Mensch kann sich nicht selbst helfen und würde wahrscheinlich sterben. Es ist eigentlich ganz einfach, Leben zu retten. Nach dem Motto "Prüfen, rufen, drücken!" überprüft man zuerst, ob die Person bei Bewusstsein ist und atmet. Wenn das nicht der Fall ist, ruft man die Rettung an. Bis diese eintrifft, drückt man schnell und oft auf die Mitte des Brustkorbs, d.h. man führt eine Herzdruckmassage durch. Was das ist und wie es geht, haben die Ö1-Kinderunireporter/innen Alexander, Maximilian, Anna, Moritz, Emilia und Annalisa im Workshop mit den Intensivmediziner/innen Oliver Tringler und Kerstin Ratschiller geübt und geben gemeinsam ihr Wissen an die Hörer/innen weiter.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Musik in Zeiten der Transformation des österreichischen Kulturlebens Die Musikszene macht erste, noch vorsichtige Schritte auf dem langen Weg zurück zur Normalität. Und auch wenn die Isolation nicht mehr aufrechterhalten werden muss und Konzerte mit Publikum in eingeschränktem Maße wieder möglich sind, so entsteht immer noch Musik, die sonst wohl nicht entstehen würde. Pianist Georg Vogel schließt im privaten Studio den alten Earl-Hines-Song "Rosetta" mit eigenen Stücken am mikrotonalen M-Claviton-Keyboard kurz. Bassist Tobias Vedovelli und Pianist Mike Tiefenbacher indessen haben aus der Vorgabe des "Social Distancing" ein Aufnahme- und Festivalkonzept entwickelt, von dem Anfang September im Wiener Porgy Bess erste Resultate präsentiert werden sollen. Szene-Schlaglichter am Übergang zwischen Corona-Zeit und Post-Corona-Zeit.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die historische Rolle der frühmittelalterlichen Troubadoure. Mit Peter Cichon, Institut für Romanistik, Universität Wien. Gestaltung: Ute Maurnböck Die fin´damor, die feine Minne, gehörte zum Höchsten im Repertoire der frühmittelalterlichen Troubadours und Trouvères. Sie waren Dichter, Sänger und Komponisten. In Südfrankreich wirkten die Troubadours (Trobadors), die in der galloromanischen Sprache Okzitanisch dichteten, in Nordfrankreich ihr Pendant, die Trouvères. Wie in der mittelhochdeutschen Minnelyrik verklärte der Interpret in einer ausgearbeiteten Poesiesprache auf kunstvolle Weise seine platonische Liebe zu einer domna, der idealen Frau. Ihre Schönheit und Tugend, ihre Sittsamkeit wie auch ihr Auftreten wurden besungen - und immer war sie, weil mit dem Lehensherr verheiratet, unerreichbar. Ob bürgerlich, aus dem Hochadel oder Klerus: die Interpreten lernten ihr Handwerk meist in eigenen Schulen und begleiteten sich auf der Drehleier. Als erster überlieferter Troubadour/Trobador gilt Wilhelm IX, der Herzog von Aquitanien. Aber auch weibliche Gegenstücke gab es: Troubairitz genannt, die ihr Ideal der höfischen Liebe besangen. Mit den Kreuzzügen gegen die Katharer (Albigenser) fand die okzitanische höfische Gesellschaft mit ihren Bräuchen ein Ende.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Sind internationale Tribunale, die meist Bestandteil von Freihandelsabkommen sind, eine Gefahr für Umwelt und Menschenrechte? Gestaltung: Thomas Kruchem Es geht um Milliarden: Weltweit klagen Konzerne Staaten, wenn deren Politik ihre Pläne durchkreuzt. Internationale Tribunale entscheiden dann - nicht immer sind ihre Urteile nachvollziehbar, doch sie sind unanfechtbar. Der kanadische Bergbaukonzern Gabriel Resources beispielweise will von Rumänien mehrere Milliarden US-Dollar Schadenersatz wegen nicht genehmigten Goldbergbaus in den Karpaten; der schwedische Energiekonzern Vattenfall möchte 1,4 Milliarden Dollar von Deutschland wegen des Atomausstiegs. Die internationalen Schiedsgerichte sollen ausländische Investoren vor staatlicher Willkür schützen. Doch Kritiker bemängeln die Machtfülle dieser Gerichte: Sie tagen oft hinter verschlossenen Türen, Investoren hebeln mit ihren Klagen und Klagsdrohungen nationales und internationales Recht aus, und sie hindern insbesondere arme Staaten daran, ihr Arbeits-, Sozial-, oder Umweltrecht weiterzuentwickeln. Die Corona-Lockdowns könnten nun zu einer neuen Klagewelle führen. Denn viele Unternehmen fühlen sich durch staatliche Maßnahmen gegen die Pandemie geschädigt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Das Monatsmagazin Moderation und Redaktion: Armin Stadler

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Artis Quartett; Adrian Eröd, Bariton. Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur KV 465, "Dissonanzenquartett" * Iván Eröd: Canti di un Ottantenne op. 95 (Uraufführung, Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien) * Alexander Zemlinsky: Streichquartett Nr. 4 op. 25 (aufgenommen am 18. Juni im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins). Präsentation: Stephanie Maderthaner

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Kinder brauchen Freiheit" - Rosa Lyon im Gespräch mit Paulus Hochgatterer, Kinder- und Jugendpsychiater und Autor Soziale Kontakte von Kindern und Jugendlichen wurden in den vergangenen Monaten massiv eingeschränkt. Vor Treffen mit Großeltern und älteren Menschen überhaupt wurde explizit gewarnt. Als "Virenschleudern" wurden Kinder beschrieben - sie selbst scheinen, von covid19 weitgehend verschont zu bleiben. Wenig Beachtung fand in dieser Zeit, wie Kinder und Jugendliche die Krise erleben. Was bedeutet es, heute Kind zu sein? Wie geht "geglückte Kindheit" in Zeiten wie diesen? Paulus Hochgatterer leiht Kindern nicht nur seine Ohren, er leiht ihnen mitunter seine Stimme: Als Kinder und Jugendpsychiater, und gleichzeitig als Autor von Romanen. In seiner Klinik in Tulln behandelt er auch Kinder, die Gewalt und Missbrauch erleben mussten. In seinen Büchern übt er Kritik an unserer Gesellschaft, manchmal wirkt es, als würde er es stellvertretend für jene Kinder tun, die es selbst nicht können. Im Gespräch mit Rosa Lyon geht es um Angst, Abstand, Aufmerksamkeit und Anerkennung.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Weltbaustein CO2.Ein global gut gemischtes Gas auf dem Prüfstand (4). Gestaltung: Sabine Nikolay 30 Jahre Gender Trouble. Wie Judith Butler die queer Theory erfand (4). Gestaltung: Irmgard Wutscher Die Insel der Klänge. Eine musikalische Reise durch Sardinen (4). Gestaltung: Verena Gruber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

"Fame Over" von Lukas König und Leo Riegler Zwei österreichische Freestyle-Musiker haben sich 2008 zum Performance-Duo koenigleopold formiert; nach Lukas König - einer der Aktivisten neben Leo Riegler - als "brachial-dadaistisches Kunstprojekt" ausgerufen, sorgten die beiden mit ihrem Hit "Kohlhauser" für ordentlich Furore, das war 2013. Sieben Jahre und einige Alben später, gibt es Aktuelles zu vermelden: Unter neuem Namen König Riegler, geboren 2019 beim 40. Internationalen Jazzfestival Saalfelden 2019, mit Leo Riegler, Altsaxofon, electronics und Stimme und Lukas König, Schlagzeug, Synthesizer und Trompete, präsentierten die zwei am 17. Juni im ORF RadioKulturhaus ihr jüngstes Album "Fame Over". Im Mittelpunkt stand dabei die Ästhetik der experimentellen freien Improvisation; das Spektrum reicht von mitreißend bis verstörend, von lustvoll bis peinigend. Gestaltung: Marlene Schnedl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten