Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Hörbilder

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Strong in Hope". Beate Winkler ist Künstlerin, Autorin und hat über viele Jahre die jetzige Grundrechtsagentur der EU geleitet "Innehalten. Hoffen. Staunen über Möglichkeiten, die mit Leben verbunden sind. All das bedeutet für mich auch Advent", stellt die Künstlerin und Autorin Beate Winkler fest. Der Advent sei für sie aber auch eine Zeit, Halt zu machen und das Leben zu betrachten. In ihren "Gedanken für den Tag" möchte sie "Erfahrungen und Sichtweisen teilen, Einsichten und Hoffnungen, die sich aus Perspektivenwechsel, Innehalten, Dialog und anderen zu wenig wahrgenommenen Ressourcen ergeben". Winkler macht sich Gedanken zur "Kunst der Möglichkeit", auf die man gerade in Zeiten von Um- und Aufbrüchen vertrauen könne. Beate Winkler ist Künstlerin, Autorin und hat über viele Jahre die jetzige Grundrechtsagentur der EU geleitet. Mit ihren Ausstellungen und Projekten setzt sie sich auch international für eine Erneuerung der Visionen für die Gesellschaft ein, in der Kunst und Dialog verbunden sind - und im Zentrum stehen.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Ludwig denkt nach. Ludwig van Beethoven starb am 26 März 1827, doch sein Werk durchtauchte mühelos die Jahrhunderte. Das Steichquartett Nr. 16 in F-Dur, op. 135 schrieb er im Oktober 1826. Dessen Finale versah er mit der Überschrift "Der schwer gefaßte Entschluß" und den Worten "Muß es sein? - Es muß sein!". Auch heute noch sind die näheren Umstände dieses Notats ungeklärt.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Gartenbauexperte Wolfgang Palme spricht über neue Ansätze für eine nachhaltige Gemüseproduktion. Teil 3: Das Konzept der Marktgärtnerei Gestaltung: Thomas Thaler Die Vielfalt im Gemüseangebot ist durch den Umstieg auf industrielle Strukturen stark zurückgegangen. Zwar gibt es auch im gut sortierten Supermarkt heute mehr Breite als noch vor 15, 20 Jahren. Dennoch waren vor 100 Jahren ca. 60 weitere Pflanzenarten als Gemüse in der täglichen Verwendung. Vieles davon passt nicht zu den heutigen Systemen der Vermarktung, mit ihren ausgefeilten Lieferketten. Bessere Voraussetzungen gibt es, wenn Produzent/innen und Konsument/innen wieder näher aneinanderrücken. Und es gibt auch einen Aufbruch in diese Richtung. Zahlreiche Ansätze versuchen die Feingemüseproduktion wieder in die Städte zu verlagern, die Wege kurz zu halten, und so auch ressourceneffizient zu arbeiten. Die propagierten High-Tech-Methoden benötigen in der Realität aber oft sehr hohe Energieeinsätze. Ein gangbarer Weg könnte das "market gardening" sein, im deutschen wird auch von "Marktgärtnereien" gesprochen. Auch sie setzen auf kurze Wege und höhere Erträge durch Direktvermarktung. In vielem gleichen sie traditionellen Gärtnereien, die auf kleiner Fläche viele verschiedene Gemüsearten produziert haben. Neue, moderne Methoden sollen aber dazu beitragen, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Auch wenn viel Handarbeit notwendig ist, wird Effizienz auf unterschiedlichen Ebenen angestrebt. Das gilt für die eingesetzten Ressourcen und Energieaufwände ebenso, wie für die eigene Arbeitsbelastung.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Die menschengerechte Wildnis

Tiergärten in Österreich (3). Gestaltung: Julia Grillmayr Der Tiergarten Schönbrunn gilt als der älteste bestehende Zoo der Welt. Seit knapp 270 Jahren werden auf diesem Gebiet in Hietzing wilde Tiere gehalten. Die heutige Anlage hat aber nur noch wenig mit der ursprünglichen "kaiserlichen Menagerie" zu tun. Allein ein winziger, karger Löwenkäfig, inzwischen selbst zum Ausstellungsstück geworden, erinnert an die damalige Architektur. Die heutigen Gehege der Tiere sind wesentlich geräumiger und artgerechter. Tiergärten haben heute gänzlich neue Aufgaben und Funktionen, die weit über die Erholung und das Entertainment der Besucherinnen hinausgehen. Sie sind in zahlreiche Forschungs- und Arterhaltungsprojekte eingebunden und international gue vernetzt. Weltweit gibt es Versuche, nicht nur vom Aussterben bedrohte Tiere in Zoos zu halten, sondern diese auch in die freie Natur auszuwildern. Darüber hinaus haben moderne Tiergärten einen Bildungsauftrag, der über Verhalten und Habitat, sowie die Bedürfnisse der Tiere aufklären soll. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Zoo-Tiere in einem vom Menschen definierten Bereich leben müssen, der um ein Vielfaches kleiner ist als ihr natürlicher Lebensraum. Der Tiergarten ist ein ambivalenter Ort, an dem verschiedene Positionen von Tierschutz und Tierethik deutlich werden. Nicht zuletzt diese Ambivalenz macht den Tiergarten zu einem spannenden Phänomen, um über Mensch-Tier-Beziehungen und die fließenden Grenzen zwischen den menschlichen und nicht-menschlichen Tieren nachzudenken, wie auch die zahlreichen literarischen und kulturellen Bearbeitungen des Zoo-Motivs zeigen. Das Radiokolleg "Die menschengerechte Wildnis" macht einen Rundgang durch ausgewählte Tiergärten und -parks in ganz Österreich und beleuchtet ihre Geschichte, ihr Selbstverständnis und die anhaltende Faszination, die sie umgibt.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1956, 1968, 1990, 1998 (3). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche *1990 Internet in Österreich* Über eine große, blaugraue Rechneranlage an der Universität Wien - die IBM 309 -, war Österreich 1990 erstmals über eine fixe Verbindung ans Internet angeschlossen. Am 10. August 1990 wurde die erste Standleitung zwischen der Universität Wien und dem Genfer Forschungszentrum CERN auf das Internet-Protokoll umgestellt. Bereits davor konnte man über Einwahlverbindungen aufs Internet zugreifen, ab 10. August gab es eine fixe Standleitung. 300 Bit pro Sekunde schafften es damals durch die 64 kbit/s Standleitungsverbindung - damals eine große Bandbreite. Im Vergleich dazu können 2020 100 Gigabit pro Sekunde übertragen werden.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Bühnenbild, Plattencover und digitale Visualisierung

Die Musik als Gesamtkunstwerk (3). Gestaltung: Richard Brem Das Bühnenbild der Oper kann als eine Urform der Visualisierung von Musik gesehen werden. Diente es zunächst bloß als Kulisse und zur groben szenischen Verortung, erfuhr es im 19. Jahrhundert eine Aufwertung als Richard Wagner und Adolphe Appia in ihren musiktheoretischen Schriften die Verbindung von Musik und Malerei zum "Gesamtkunstwerk" propagierten. Der Begriff des "Gesamtkunstwerks" tauchte ein Jahrhundert später dann auch im Zusammenhang mit Plattencovern auf. Diese waren anfangs nur schmucklose Schutzhüllen gewesen, ehe sie von Plattenfirmen zunächst als Werbefläche und später von Pop- und Rockgruppen als kreative Ausdrucksmittel entdeckt wurden. Musikalben wie "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von den Beatles, "Dark Side of the Moon" von Pink Floyd oder "Never Mind the Bollocks" von den Sex Pistols verdanken gerade ihren LP-Covers ihren heute noch legendären Ruf. In den 1950er und 1960er Jahren drangen Musiker und Musikerinnen in neue Bereiche vor. Stars wie Elvis Presley oder die Beatles produzierten nicht nur Singles und Alben, sondern auch Spielfilme - nicht selten von fragwürdiger künstlerischer Qualität. Zu jener Zeit kamen auch Münzautomaten mit Namen wie "Cinebox" oder "Scopitone" auf. Diese funktionierten nach dem Prinzip der Jukebox, spielten aber nicht bloß Songs, sondern auch kurze, eigens gedrehte Musikfilme - eine Vorform der Musikvideos, die in den 1980er Jahren mit dem Start des Musikfernsehens zu ihrer Hochblüte gelangen sollten. Heute haben Musikfernsehen und Musikvideos ihre einstige Bedeutung verloren. Und mit dem vorwiegend digitalen Vertrieb von Musik gibt es heute auch immer weniger physische Tonträger und damit Verpackungsflächen, die sich illustrieren und künstlerisch gestalten ließen. Doch an ihre Stelle sind neue, digitale Formen des Visualisierung von Musik getreten - von VJs, visuellen Disc Jockeys, bis zu Video Synthesizern.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Stephanie Maderthaner. "Für Ludwig" - Ludwig van Beethoven: Quartett für Streicher in F-Dur op. 59 Nr. 1 "Rasumowsky-Quartett" Im Jahre 1805 plante der russische Diplomat und Botschafter am Wiener Hof, Andrei Kirillowitsch Rasumowsky, sich ein prächtiges Palais samt ausgedehnter englischer Parkanlage, im dritten Wiener Gemeindebezirk erbauen zu lassen; es wurde 1806 schließlich erbaut. Genau in diese Zeit fällt auch der Auftrag des (damals noch) Grafen an Beethoven, für ihn, eine Reihe von Streichquartetten zu schreiben. Rasumowsky war nicht nur ein großer Haydn-Verehrer, insbesondere von dessen Streichquartett-Kunst, er liebte es auch, selbst an der zweiten Violine mitzuspielen, wenn bei ihm musiziert wurde. In Beethoven sah er einen würdigen Nachfolger Haydns, speziell, was das Schaffen für Streichquartett betraf.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Triceratops" von Stephan Roiss. In seinem ersten Roman "Triceratops" erzählt Stephan Roiss die eindringliche Geschichte eines Buben, der mit Eltern und Schwester aufwächst und vor einer schwierigen Familiensituation steht. Die sehr liebevolle Mutter ist psychisch krank und verbringt immer wieder Aufenthalte in einer geschlossenen Anstalt. Weder die Kinder noch der Vater kennen längere Perioden eines sorglosen Alltags. Stephan Roiss findet für das Schicksal der Betroffenen eine Sprache, die nie ins Bodenlose zieht, sondern das familiäre Drama mit höchster Feinfühligkeit und in markanten Bildern erzählt. Der Bub, der von sich als "Wir" spricht, ist von Monstern und Ungeheuern aller Art fasziniert. Mit Vorliebe malt und zeichnet sich das Kind Wesen wie den Saurier Triceratops an seine Seite, um der Einsamkeit zu entfliehen. Sie werden in der schwierigen Familiensituation zum Seelentröster und Begleiter. Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker in Oberösterreich und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. "Triceratops" ist sein erster Roman. Auszüge daraus wurden bereits mit dem Förderpreis Floriana 2016 und dem Förderpreis der Wuppertaler Literaturbiennale 2018 ausgezeichnet. Das Buch "Triceratops" stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2020. Gestaltung: Daniela Wagner Redaktion: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Kurt Bertels spielt Paul Gilson Was der belgische Saxophonist Kurt Bertels im Rahmen seiner Doktorarbeit herausgefunden hat, kann man nicht nur lesen, sondern auch hören. In seiner Recherche fokussierte er sich auf die Saxophon-Schule des Königlichen Konservatoriums Brüssel von 1867 bis 1904. In diesem Rahmen hat er mitunter das Jahrzehnte lang verschollene und weltweit erste Konzert für Altsaxophon und Orchester wiederentdeckt - und auch gleich eingespielt. Zusammen mit dem Flanders Symphony Orchestra und Jan Latham-Koenig am Pult, bringt er aber nicht nur Paul Gilsons erstes, sondern auch dessen zweites Saxophonkonzert auf Tonträger. Ebenfalls eine Weltersteinspielung rundet das Programm ab: eine von Gilson selbst vorgenommene Adaption, das "Récitatif et Sérénade für Tenorsaxophon und Orchester".

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Dresdner Philharmonie, Dirigent: Marek Janowski; Arabella Steinbacher, Violine; Antoine Tamestit, Bratsche. Joseph Haydn: Symphonie C-Dur Hob. I/82, "Der Bär" * Paul Hindemith: Kammermusik Nr. 4 für Solo-Violine und größeres Kammerorchester op. 36/3 (Teilwiedergabe) * Joseph Haydn: Symphonie A-Dur Hob I/87 * Paul Hindemith: Kammermusik Nr. 5 für Solo-Bratsche und größeres Kammerorchester op. 36/4 (aufgenommen am 11. Juni im Dresdner Kulturpalast). Präsentation: Peter Kislinger Marek Janowski leitete im Juni 2020 drei Konzerte der Dresdner Philharmonie in der Zwischen-Lockdown-Zeit mit Musik der Zwischenkriegszeit und mit Symphonien von Joseph Haydn. Haydn und Hindemith Die "Kammermusiken" von Paul Hindemith zählen zu dessen erfolgreichsten Instrumentalwerken der 1920er Jahre. Der Charakter dieser fünf Werke ist eher konzertant-solistisch. Erwarten lassen dies die näheren Bezeichnungen - "für größeres Kammerorchester" - und am deutlichsten der Beinamen der Kammermusik Nr. 4: "Violinkonzert".

15.30 Uhr
Moment

Neubauten sensibel einfügen, alte Häuser bewahren. Die Grazer Altstadtkommission im Portrait Als Protest gegen den geplanten Bau einer Tiefgarage unter dem Grazer Landhaushof, dem ersten Renaissancebau der Stadt, sammelte eine Bürgerbeteiligung Anfang der 1970er-Jahre über 100.000 Unterschriften. In der Folge wurde das Grazer Altstadterhaltungsgesetz beschlossen und eine achtköpfige Kommission bestellt, die auf dessen Basis jedes Bauprojekt innerhalb der definierten Schutzzonen begutachtet - von der kleinen Werbeaufschrift bis zum großen Wohnprojekt. Neben der Erhaltung der Altstadt geht es dabei auch um die "Aktivierung ihrer vielfältigen, urbanen Funktion", so steht es im Gesetz. Neue Gebäude sind erwünscht, müssen sich aber ins Ensemble der bestehenden Altstadtgebäude einfügen. Das geht nicht immer ohne Streitigkeiten zwischen Architekten und Kommission. Gestaltung: Jonathan Scheucher Wort der Woche: Bea Sommersguter

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Lernen, lesen, lungern - und ein bisschen streiten Es ist noch immer Lockdown und Rudi langweilt sich. Das ungewohnt ruhige Funkhaus hat er schon bis in den letzten Winkel erkundet und seine ganze Hörbuchreihe hat er auch schon fertig gehört. Und jetzt? Rudi trifft die beiden Schwestern Elena und Luisa, die er aus der Hundezone kennt, und will wissen, wie sie die Tage zuhause verbringen, ob sie viel streiten und ob sie nun öfter mit ihrem Familienhund spazieren gehen. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. Lola Beltrán, die unvergessliche Stimme Mexikos Sie war eine der großen Diven der Ranchera-Musik, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den urbanen Zentren Mexikos entstand. Wie in vielen Großstädten der Welt entwickelte sich auch hier eine Liedform, die die Veränderungen durch den Fortschritt und das rasante Wachstum der neuen Metropolen beklagte. Eine dieser großen Stimmen war Lola Beltrán, die in ganz Lateinamerika auch durch ihre Filme bekannt wurde, in denen sie ihre großen Hits wie "Paloma Negra" sang. Die 1932 in El Rosario geborene Lola Beltrán begann als Sekretärin in einem Filmstudio zu arbeiten, wo sie als Sängerin und Schauspielerin entdeckt wurde und so ein breites Publikum erreichte, das sich auch noch fast 25 Jahre nach ihrem Tod gerne an ihre Lieder erinnert.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die Wienerwaldklöster und ihre Geschichte mit: Gerhard Wasshuber, Publizist Gestaltung: Robert Weichinger Für viele Menschen ist der Wienerwald in erster Linie die "grüne Lunge" der Großstadt Wien. Das ist er auch, aber diese Naturlandschaft hat noch viel mehr zu bieten: Sie beherbergt auch ein bedeutendes Kulturerbe: Der Babenberger, Leopold III., der nach seinem Tod heilig gesprochen wurde, Landespatron von Niederösterreich, gründete im Mittelalter die Wienerwaldklöster Klosterneuburg, Heiligenkreuz und Klein-Mariazell. In dieser Reihe werden die Entstehung und Geschichte dieser Klöster erzählt.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama-Mittwochsrunde

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Das Monatsmagazin Moderation und Redaktion: Armin Stadler

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. L'Arpeggiata, Leitung: Christina Pluhar. Claudio Monteverdi: "Marienvesper" (aufgenommen am 4. September 2011 beim Festival Alter Musik in Utrecht) Wir schreiben das Jahr 1610. Monteverdi ist 43 Jahr alt und steht seit fast 20 Jahren im Dienste der Fürstenfamilie der Gonzaga. Er will sich verändern und macht für sich die beste und großartigste Werbung, die vorstellbar ist: er schreibt die "Vespro della beata vergine" (Marienvesper), die geistliche Schwester, der drei Jahre zuvor entstandenen Oper "L'Orfeo". Kaum ein Werk hat Forschern und Musikern mehr Nüsse zu knacken gegeben, als diese größte "Leistungsschau" geistlicher Musik vor Bachs h-Moll-Messe. Angesiedelt in der Umbruchzeit zwischen Renaissance und Barock ist die Vesper aufregend neu und doch der Tradition verpflichtet. So liegt den Psalmen zwar stets die Melodie der traditionellen Psalmtöne zugrunde. Doch zwingt sie Monteverdi unter das Geflecht seiner ausgeklügelten Mehrstimmigkeit: Die einzelnen Verse balancieren über diesem Fundament wie Variationssätze, wobei sie die Schwierigkeiten und Festlegungen durch die Vorlagen so virtuos leugnen, als wären sie organisch mit ihnen entstanden. Der Titel "Marienvesper" weist auf den liturgischen Charakter des Stückes hin. Die Komposition enthält die Haupteile des katholischen Abendgottesdienstes. Ob das Werk jedoch tatsächlich für die Aufführung im kirchlichen Rahmen konzipiert war, ist ungewiss, denn Monteverdi leitet die fünf Vespernpsalmen nicht mit liturgischen Wechselgesängen ein, sondern fügt zwischen die mottetisch angelegten Psalmkompositionen vier Concerti ein, die als generalbaßbegleitete Solokonzerte auf eine eher konzertähnliche Aufführung außerhalb des kirchlichen Rahmens hinweisen. Nach dem Psalmteil steht im zweiten Teil des Werkes das Marienlob - das Hauptanliegen jeder Vesper - im Vordergrund. Das gesamte Werk ist geprägt vom Wechsel zwischen chorischen und solistischen Partien. Beim "Festival Alter Musik in Utrecht", Ausgabe 2011, brachten die gebürtige Grazer Lautenistin Christina Pluhar und das von ihr gegründete Originalklangensemble "L' Arpeggiata" Monteverdis "Vespro Della Beata Vergine" zum Klingen. Als musikalische Einstimmung zum hohen Marienfeiertag "Maria Empfängnis", am 8. Dezember,können Sie dieser Aufführung nachspüren.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Der Sinn von Geschichtsausstellungen Die Museumsdebatte zwischen Ljiljana Radonic´ und M. Christian Ortner Gestaltung: Martin Haidinger Was soll und muss ein modernes Museum in Sachen Darstellung von Geschichte leisten? Das ist keine isolierte Frage von Museologen, denn die Deutungshoheit über unsere Vergangenheit ist ein wichtiges Thema im gesellschaftlichen Diskurs. Geschichtsmuseen sind zur gesellschaftspolitischen Kampfzone geworden. Objekte auszustellen reicht längst nicht mehr aus. Auch bloße historische Kontextualisierung genügt jenen nicht, die neben der Dekonstruktion von Mythen einen Auftrag zur demokratiepolitischen Erziehung verspüren. "Ein zeithistorisches Museum ist im 21. Jahrhundert ein Ort, an dem für die eigene Identität ?heikle' Fragen offen und selbstkritisch verhandelt werden sollten", meint die Politikwissenschafterin Ljiljana Radoni?, Mitherausgeberin des Bandes "Das umkämpfte Museum. Zeitgeschichte ausstellen zwischen Dekonstruktion und Sinnstiftung" (Bielefeld 2020). "Ein Geschichtsmuseum kann bestenfalls die Ergänzung eines gelungenen Geschichtsunterrichts und guter Fachliteratur sein, diese aber niemals ersetzen." sagt hingegen der Historiker und Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien M. Christian Ortner. Beide diskutieren unter der Leitung von Martin Haidinger im Camineum der Österreichischen Nationalbibliothek vor einem interessierten Publikum.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Die menschengerechte Wildnis.Tiergärten in Österreich (3). Gestaltung: Julia Grillmayr Datenpunkte im Informationszeitalter. 1956, 1983, 1990, 1998 (3). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche Bühnenbild, Plattencover und digitale Visualisierun. Die Musik als Gesamtkunstwerk (3). Gestaltung: Richard Brem

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten